Schlaf und Nacht
Er steht nachts ständig auf – Schlafprobleme bei Demenz
Sie wachen um halb drei auf, weil im Flur Licht brennt. Wer nachts nicht schläft, hält den Tag kaum durch – und das gilt für beide Seiten. Die gute Nachricht: An der nächtlichen Unruhe lässt sich oft mehr ändern als an fast allem anderen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die innere Uhr verändert sich bei Demenz, Tag und Nacht verschwimmen.
- Tageslicht, Bewegung und weniger Mittagsschlaf sind die wirksamsten Hebel.
- Körperliche Ursachen wie Schmerzen, Harndrang oder Atempausen abklären lassen.
- Schlafmittel sind selten die Lösung und erhöhen die Sturzgefahr.
Warum die Nacht schwierig wird
- Der Tag war reizarm, es fehlt körperliche Müdigkeit
- Langer Mittagsschlaf verschiebt den Rhythmus
- Dunkelheit erschwert Orientierung, Schatten wirken bedrohlich
- Harndrang, Schmerzen, Hunger oder Durst
- Medikamente, Koffein, Alkohol
Der Tag entscheidet über die Nacht
Die Nacht sicher gestalten
- Nachtlicht im Flur und im Bad, Weg zur Toilette frei halten
- Bewegungsmelder statt Deckenlicht
- Uhr mit Datum und Tageszeit auf dem Nachttisch
- Rutschfeste Hausschuhe griffbereit
- Wenn jemand aufsteht: nicht schimpfen, freundlich begleiten und zurückführen
Was Sie jetzt tun können
- 1Führen Sie ein Schlafprotokoll über eine Woche.
- 2Verlegen Sie Bewegung und Tageslicht bewusst in den Tag.
- 3Lassen Sie körperliche Ursachen abklären.
Häufige Fragen
Quellen
- Demenz – Überblick und Behandlungsmöglichkeiten — IQWiG / gesundheitsinformation.de
- Informationsblätter und Ratgeber zu Demenz — Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.
Autor: Redaktion ichhabedemenz.de · Fachliche Prüfung ausstehend · Veröffentlicht am 16. Juni 2026 · Aktualisiert am 10. August 2026
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