Schuldgefühle
Schuldgefühle bei der Pflege – und wie Sie damit umgehen
„Ich hätte geduldiger sein müssen.“ Diesen Satz hören wir sehr oft. Schuldgefühle entstehen nicht, weil Sie schlecht pflegen, sondern weil Sie es gut machen wollen und die Aufgabe größer ist als jeder Mensch.

Das Wichtigste in Kürze
- Schuldgefühle sind ein Zeichen von Zuwendung, kein Beweis für Versagen.
- Perfektionsansprüche machen die Pflege schwerer, nicht besser.
- Aussprechen entlastet – allein bleibt das Gefühl größer.
Woher die Schuld kommt
- Aus alten Versprechen: „Ich gebe dich nie in ein Heim.“
- Aus Vergleichen mit anderen Familien
- Aus Momenten, in denen Sie laut geworden sind
- Aus dem Wunsch, das Unaufhaltsame aufzuhalten
Was hilft
Prüfen Sie Ihre Maßstäbe: Wären Sie mit einer Freundin, die dasselbe erlebt, genauso streng? Fast nie. Diese Perspektive ist keine Ausrede, sondern eine realistische Bewertung.
Was Sie jetzt tun können
- 1Suchen Sie eine Angehörigengruppe in Ihrer Nähe.
- 2Sprechen Sie mit Ihrer hausärztlichen Praxis, wenn die Belastung bleibt.
Häufige Fragen
Quellen
- Informationsblätter und Ratgeber zu Demenz — Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.
Autor: Redaktion ichhabedemenz.de · Fachliche Prüfung ausstehend · Veröffentlicht am 10. Mai 2026 · Aktualisiert am 20. Juli 2026
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