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Behandlung

Behandlung bei Demenz: Was wirklich hilft

Viele Familien hören nach der Diagnose den Satz „Man kann nichts machen“. Das stimmt so nicht. Heilen lässt sich eine Demenz bislang nicht – aber Beschwerden lindern, Fähigkeiten erhalten und Lebensqualität verbessern.

6 Minuten Lesezeit Aktualisiert am 06. August 2026 Fachliche Prüfung ausstehend
Medikamentendosierer und ein Glas Wasser auf einem Tisch

Das Wichtigste in Kürze

  • Antidementiva können Beschwerden zeitweise mildern, den Verlauf aber nicht stoppen.
  • Nicht-medikamentöse Maßnahmen sind gleichwertig wichtig.
  • Begleiterkrankungen wie Schmerzen, Depression oder Hörverlust unbedingt mitbehandeln.
  • Beruhigungs- und Neuroleptika nur zurückhaltend und mit klarem Zeitplan.

Medikamente

Bei Alzheimer werden je nach Stadium Cholinesterasehemmer oder Memantin eingesetzt. Sie können Alltagsfähigkeiten eine Zeit lang stabilisieren. Wirkung und Verträglichkeit sollten regelmäßig überprüft werden.

Nicht-medikamentöse Maßnahmen

  • Bewegung: regelmäßige Spaziergänge verbessern Schlaf, Stimmung und Beweglichkeit
  • Musik und Biografiearbeit: aktivieren Erinnerungen und Gefühle
  • Ergotherapie: erhält Alltagshandlungen und trainiert im echten Umfeld
  • Tagespflege: Struktur, Kontakt und Entlastung für Angehörige
  • Gute Beleuchtung, klare Beschriftung, wenig Lärm

Das Übersehene mitbehandeln

Schmerzen, Verstopfung, Harnwegsinfekte, schlechtes Hören oder Sehen verstärken Verwirrtheit erheblich. Wer plötzlich unruhiger wird, hat oft ein körperliches Problem – und keine „neue Demenzphase“.

Was Sie jetzt tun können

  1. 1Medikamentenplan beim nächsten Termin gemeinsam durchgehen.
  2. 2Hören und Sehen überprüfen lassen.
  3. 3Ein Bewegungsritual im Tagesablauf verankern.

Häufige Fragen

Quellen

Autor: Redaktion ichhabedemenz.de · Fachliche Prüfung ausstehend · Veröffentlicht am 02. April 2026 · Aktualisiert am 06. August 2026